Da ich nicht nur gegenständliche Kunst schaffe, bedarf es bei dem einen oder anderen Werk auch mal eine ausführliche Interpretation.
Hier sind Sie gefragt...wenn Sie bestimmte Gedanken haben, die durch meine Bilder ausgelöst werden, dann schreiben Sie mir bitte eine e-Mail und teilen mir diese mit. Ich würde mich sehr darüber freuen und die Interpretationen auch gerne unter das dementsprechende Bild setzen.
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"Wenn ich morgens aufwache und die Träume der Nacht einfangen will, sind sie fort"
Behutsam zieht ein harmonischer Sog aus Blau und Weiß den "träumenden Betrachter" von links außen in die Bildmitte. Blau unterstreicht hierbei den Zustand des Träumens, stimmt sehnsüchtig, wirkt beruhigend und führt zu einer ernsthaften Sicht der Dinge nach innen. Die Farbgebung regt zur Suche nach der inneren Wahrheit an und hilft den inneren Frieden zu erlangen.
Der Traum ist anfänglich noch sehr flüchtig (holprige Strukturpaste und schwarze Steine) wird aber immer intensiver. Aus dem anfänglichen Sog wird ein hin(ein)reißender Strudel, der den Träumenden, begleitet von blauem Glitzer, direkt in den Traumpalast dirigiert. Der Palast verzaubert hierbei durch seine sinnlich-orientalische Komposition und entführt in die geheimnisvolle Märchenwelt von 1001 Nacht mit all seiner Mystik und Düften.
by Billy O. & Pipistrello
"Graue Zeiten" werden hier durchlebt!
Smog, Kamine und Industrie in ihrer bedrückenden Überzahl rufen beunruhigende Gefühle hervor, wirken beklemmend und erdrückend. Ein grauer Schleier erstickt "Natur und Leben", bemächtigt sich immer stärker unseres Lebensraumes und entzieht ihm die heiteren Farben. Grau dominiert und unterstreicht Verfall, Beton, Technologie und Depression. Gefühle von Zukunftsängsten werden hervorgerufen.
Aber inmitten all der Leblosigkeit, Melancholie und Lebensunlust, erblüht der Kopf eines Kindes voll mit frohgemuten Farben in Blau, Orange und den Rottönen. Kinder als Mittelpunkt unserer Zukunft, als Hoffnungsträger mit Phantasie und der Sehnsucht nach Reinem und einer unverletzten Umwelt! Mit ihren bunten Gedanken berühren sie mutig das Grau und versuchen, ihm seinen Farbenreichtum zurückzugeben.
by Billy O. & Pipistrello
Als junger Mensch ist man noch der farbenfrohe, sorglose Schmetterling der höher und weiter fliegen möchte als die anderen; bis die schweren Aufgaben beziehungsweise argen Schicksalsschläge dem bunten Falter oft tiefe Furchen in sein Kleid ziehen. Große dunkle Stücke sind nun in seinem Gefieder und auf seiner Seele, auf der zuvor nur Farbe und Sorglosigkeit zu sehen waren.
Erst nach langer Zeit, vielen neuen Begegnungen und erneuten guten Erfahrungen wird seine Seele wieder geheilt und die farblosen Flecken auf Ihr werden von der Zeit und der Liebe der Menschen zu dem Schmetterling mit neuem bunten Flaum bedeckt.
...und der Schmetterling merkt erst jetzt, dass er trotz widriger Umstände fliegen kann und sei es nur in Gedanken...
„Die Welt ist eine große Seele, und jede Seele eine Welt.
Das Auge ist der lichte Spiegel, der beider Bild vereinigt hält.
Und wie sich Dir in jedem Auge Dein eignes Bild entgegenstellt,
So sucht auch jeder seine Seele, sein eignes Ich nur in der Welt.“
Friedrich Emil Rittershaus
Das Auge ist ein Organ der sinnlichen, visuellen Wahrnehmung. Gleichzeitig wird es aber auch als das Sinnbild des Lichts, der Sonne und des Geistes bezeichnet. Wenn man einem Menschen in die Augen schaut, kann man eine Menge darin lesen. Das Auge lässt sich nicht täuschen, eine Person, die mit dem Mund lacht, kann trotzdem mit den Augen weinen. Aus den Augen lassen sich Gefühle sowie Krankheiten erkennen.
Das Bild "Spiegel der Seele" zeigt ein weinendes Auge mit einer zusammengekauerten Person in der Pupille. Der Besitzer des Auges ist traurig, ihm ist etwas schreckliches passiert, was er nicht so leicht verarbeiten kann. Der Betrachter kann diesen Kummer sehen, Anteil an ihm nehmen. Er sollte sich nicht abwenden, nur weil der Mund vielleicht lacht, sollte sich nicht irritieren lassen von leicht gesprochenen Worten, sondern er sollte versuchen, einfühlsam bis in die Seele vorzudringen, um den Kummer weg zu wischen damit das weinende Auge schon bald wieder strahlen kann.
by Pipistrello
Der Phönix ist ein mythischer Vogel, der verbrennt, um aus seiner Asche wieder neu zu erstehen. Dazu baut er am Ende seines Lebens ein Nest, setzt sich hinein und verbrennt. Nach Erlöschen der Flammen bleibt ein Ei zurück, aus dem nach kurzer Zeit ein neuer Phönix schlüpft. Dadurch wurde der Phönix dann zum Symbol der Unsterblichkeit, da er die Fähigkeit hatte, sich zu regenerieren, wenn Feinde ihn verwundet hatten. Diese Vorstellung findet sich heute noch in der Redewendung „Wie ein Phönix aus der Asche“ für etwas, das schon verloren geglaubt war, aber in neuem Glanz wieder erscheint. Genauso muss auch dieses Bild interpretiert werden. Dieser, in fröhlichen Farben, aus der Asche auferstandene Phönix blickt noch einmal auf das bereits Vergangene zurück, während sein Körper sich schon zu einem neuen Ziel wendet. Auf dem Bild kann man erkennen, wie er sich empor hebt von dem schwarzen Aschehaufen. Ein paar verkohlte, schwarze Federn, welche die Vergangenheit symbolisieren sollen, haben sich zwischen seinen Krallen verhaspelt, doch das hindert den stattlichen Vogel nicht, alles hinter sich zu lassen und mit Mut sich dem Neuen, noch Unbekannten zu stellen. Auch wir Menschen werden oft von Freunden enttäuscht, erleiden im Privat- oder Berufsleben Niederschläge, werden Krank oder verlieren jemanden aus der Familie oder dem Freundeskreis. Man fühlt sich dann total niedergeschlagen, glaubt, das Leben ginge nicht mehr weiter. Dann soll man an den Phönix denken, der es auch immer wieder schafft, sich von Belastungen zu befreien und neu zu starten.